Herzlich willkommen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

 

An der Grundsatzabstimmung vom 30. Juni 2019 können Sie den Gemeinderäten von Hemberg, Neckertal und Oberhelfenschwil den Projektauftrag zur Prüfung einer Gemeindevereinigung erteilen. Dieser erste Schritt dient zur Klärung aller offenen Fragen und Auswirkungen eines allfälligen späteren Zusammenschlusses, über den am 13. Juni 2021 definitiv abgestimmt wird. Daher laden wir Sie ein, zu folgender zukunftsweisenden Frage abzustimmen:

 

Wollen Sie den Gemeinderat mit der Einleitung des Vereinigungsverfahrens mit den Politischen Ge­meinden Hemberg, Neckertal und Oberhelfens­chwil beauftragen?

 

Die Räte der drei politischen Gemeinden Hemberg, Neckertal und Oberhelfenschwil und der drei Schulgemeinden Neckertal, Oberes Neckertal und Hemberg-Bächli haben sich im Frühjahr 2018 entschieden, das «Projekt 2023» zu starten. Diese Chance für eine Bereinigung der Strukturen im ganzen Neckertal bot sich bisher noch nie. Der gestartete Prozess öffnet die Türen zu einer gemeinsamen Zukunft für unsere drei Gemeinden, die schon heute eine intensive und gute Zusammenarbeit pflegen. Die Motivation und die Argumente für einen Einstieg in einen Gemeindevereinigungsprozess sind unterschiedlich, alle sechs Räte haben aber klar eine Einheitsgemeinde als Ziel formuliert.

 

Wir wollen eine gute Zukunft im Neckertal, auf politischer Ebene, im Bildungswesen sowie im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld. Für grosse Teile der Bevölkerung spielen die Gemeindegrenzen im Alltagsleben keine bedeutende Rolle. Viele Menschen wohnen, arbeiten und verbringen ihre Freizeit ganz selbstverständlich dort, wo sich die beste Gelegenheit dazu bietet. Trotzdem haben politische Strukturen einen Einfluss auf die Bevölkerung.

 

Solange jede Gemeinde selbständig ist und einen eigenen Finanzhaushalt führt, sind optimale, gesamtheitliche Lösungen schwierig umzusetzen. Mit einer Gemeindevereinigung wür­de eine mittelgrosse Gemeinde mit rund 6‘100 Einwohnerinnen und Einwohnern geschaffen. Die steigenden Anforderungen an die Verwaltung und die Werkhöfe könnten im Interesse der Bevölkerung besser erfüllt werden.

 

Die Organisationsstruktur für die Erfüllung der öffentlichen Aufgaben ist im Neckertal komplex. Derzeit erfüllen drei politische Gemeinden und drei Schulgemeinden die Aufgaben. Bei dieser Organisation sind viele Schnittstellen vorhanden, welche mit hohem Aufwand und Kosten verbunden sind. Zudem erfordert jede Körperschaft Behörden- und Kommissionsmitglieder, welche immer schwieriger zu finden sind.

 

Die beteiligten Räte streben eine Bereinigung dieser Strukturen und der unzähligen Schnittstellen an. Als Organisationsmodell eignet sich die Einheitsgemeinde, weil dieses Modell alle öffentlichen Aufgaben innerhalb des gleichen geografischen Gebiets unter einem Dach vereint.

 

Die beteiligten Gemeinde- und Schulräte empfehlen Ihnen, ein JA in die Urne zu legen. Damit können die relevanten Fragen geklärt und die Vor- und Nachteile einer Gemeindevereinigung ausgearbeitet werden. Dieses Ergebnis dient Ihnen als Grundlage zur Vereinigungs-Abstimmung am 13. Juni 2021.